Tag der Umwelt rund um den Tagebau Turów

Ich war als Redner an der Hochschule Zittau/Görlitz geladen und habe zusammen mit Kerstin Doerenbruch (Greenpeace Berlin), Prof. Dr. Jens Meinert (HS Zittau/Görlitz), Dr. Hanna Schudy (NGO EKO-UNIA, PL) und Prof. Dr. Petra Schneider (HS Magdeburg-Stendal), Bürgerinnen und Bürgern aus der Region und Studierenden der HSZG die Problematik des Tagebaus Turów in beachtenswerter Mehrdimensionalität diskutiert.

Die Studierenden wählten sich das Thema ihres Tages der Umwelt selbst. Das Spannungsfeld aus Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit verleiht dem Tagebau direkt vor der eigenen Haustür und der besonderen Lage am 3-Ländereck eine Brisanz, die alle wichtigen Fragen unserer Gegenwart aufgreift:

Wann steigt Polen aus der Kohlestromerzeugung aus? Wie nehmen wir Energiekonzerne und Staaten in die Pflicht, sich zu den gemeinschaftlich vereinbarten Zielen zu bekennen, entsprechende Ausstiegspläne zu entwerfen und einen verbindliche Zeitplan vorzulegen? Wie können wir solidarisches Verhalten grenzübergreifend fördern?

In der Podiumsdiskussion haben wir uns aus unseren verschiedenen Blickwinkeln den drängenden Fragen genähert. Alle Speaker:innen, Bürger:innen und Studierenden waren sich einig: die Eskalationsspirale durch die verschiedenen Konflikte der EU mit Polen muss gestoppt werden. Lasst uns als Nachbarn wieder ins Gespräch kommen und in der komplexen Konfliktlage aufeinander zugehen um Lösungen zu finden. Was Sachsen selbst tun kann, klärt aktuell ein vom Sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung (SMJusDEG) in Auftrag gegebenes Gutachten auf.

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